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Im Interview: Stefan Sörensen

Stefan Sörensen ist zurück bei Medialine. Das haben wir natürlich direkt für ein Gespräch über seine Schwerpunktthemen Modern Workplace und Microsoft 365 genutzt.

ML: Hallo Stefan, vielen Dank, dass du dir die Zeit für unser Gespräch nimmst! Du bist nach kurzer Abwesenheit wieder zur Medialine AG gestoßen, worüber wir sehr froh sind. Vor deinem Weggang warst du Head of Innovation, was sind jetzt deine Aufgaben und Projekte?
Stefan: Danke dir für die Einladung! Ich bin aktuell VP Digital Business, was bedeutet, dass ich für Digitalisierungsprozesse bei Medialine verantwortlich bin. Gleichzeitig ist es meine Aufgabe, unser dabei erworbenes Wissen an unsere Kunden weiterzugeben und ihnen bei Fragen zu helfen, die sich bei dem Thema stellen. Das bedeutet, wir liefern eine effektive Beratung zu Digitalisierungsthemen und unterstützen unsere Kunden, die ideale Strategie für die Nutzung von Technologie zu finden. Unsere Kunden, wie auch wir selbst, fragen uns, wie wir am besten erreichen, dass die relevanten Daten digital vorgehalten werden und immer abrufbar sind, wenn sie im Prozess benötigt werden. Nur auf diese Weise, mit dieser Hands-On-Mentalität, können langfristig die wesentlichen Prozesse angepasst und irgendwann transformiert werden. Ein bewährtes Tool hierfür ist sicherlich Microsoft 365, eines meiner Schwerpunktthemen. Ich betreue die Partnerschaft zu Microsoft und kümmere mich darum, wie wir diese gute und starke Partnerschaft weiter ausbauen können.
 
ML: Auf das Thema M365 möchte ich gleich ausführlicher zu sprechen kommen, doch davor: Dadurch, dass du zwischenzeitlich an anderer Stelle beschäftigt warst, hast du jetzt bestimmt einen etwas „externeren“ Blick auf die Medialine AG. Was würdest du sagen hat sich verändert, zum Guten oder zum Schlechten?
Stefan: Nur zum Guten, ganz klar (lacht). Aber Spaß beiseite: Mir sind direkt die vielen neuen Kollegen und Gesichter aufgefallen – das Wachstum der letzten Jahre ist erheblich. Zudem hat die Professionalität weiter zugenommen: Viel Knowhow wurde hinzugeholt, Prozesse wurden optimiert und sind nun schneller und effektiver. Sei es nun in der Produktentwicklung oder in Organisatorischem – das ist wirklich schön zu beobachten.
 
ML: Was ist das spannendste Projekt, an dem du aktuell arbeitest?
Stefan: Der Bereich Azure ist super spannend. Wir sind gerade dabei, auszuarbeiten, was genau wir unseren Kunden anbieten können und wie ein solches Angebot aussehen kann. Das mit den vielen Services zu verzahnen, die wir bereits anbieten und die Ausweitung auf die Public Cloud, macht viel Spaß. Natürlich sind auch die vielfältigen Kundenprojekte sehr interessant – es wird nie langweilig, sagen wir es so.
 
ML: Was genau ist daran die größte Herausforderung – die Verzahnung, von der du gesprochen hast?
Stefan: Eher die Aufgabe, eine sinnvolle Strategie für das Vorgehen zu entwickeln. Wir wollen Leistungen anbieten, die für Kunden wichtig sind und ihnen weiterhelfen. Fragen, die es da zu klären gibt, sind beispielsweise welche Bereiche wir verstärken wollen oder wie wir es schaffen, unser jetzt schon sehr gutes Angebot mit der Company Cloud zu erweitern durch die Möglichkeiten, die eine Public Cloud liefert.
 
ML: Lass uns nun ein wenig über M365, eines deiner Schwerpunktthemen sprechen. Was sind deiner Meinung nach die größten Vorteilen, die ein Produkt wie M365 für den Kunden mit sich bringt?
Stefan: Das Office-Paket 365 kennt jeder. Man kann sich zwar Online Services wie beispielsweise Exchange dazu buchen, trotzdem ist es nicht vergleichbar mit Microsoft 365. Das umfasst sehr viel mehr, beispielweise der Weg bis zum Betriebssystem. Dazu kommen viele Management- und Security-Aspekte, die man nicht vernachlässigen sollte. Der Mehrwert für Kunden ergibt sich auch durch die Art des Angebotes „as a Service“ – das gibt Firmen einfach eine wahnsinnige Agilität in der Nutzung der verschiedenen Komponenten. Auch wenn das Thema Covid-19 nicht mehr neu ist: Allein durch die Nutzung von Teams und die verteilte Zusammenarbeit ergeben sich ganz neue Mehrwerte für die Zusammenarbeit. Teams ist eben nicht nur Videokonferenzen: Es ist eine Plattform, auf der all die Themen von Microsoft konvergieren. Man kann den Planner mit einbringen, SharePoint und OneDrive – und man hat eine gemeinsame Stelle, an der man mit diesen ganzen Tools dann gemeinsam arbeiten kann, und das auch Remote. Es gibt fast unendlich viele Möglichkeiten: Man kann natürlich Azure Services für KI mit einbringen, man kann Gespräche aufzeichnen und sie gleichzeitig simultan übersetzen lassen. Auf diese Weise können sich auch Menschen connecten und ohne Probleme miteinander arbeiten, die nicht dieselbe Sprache sprechen. Inhalte können aufgezeichnet, transferiert und verfügbar gemacht werden. Im Meeting Besprochenes kann als Text in digitaler Form zur Verfügung gestellt und durchsuchbar gemacht werden. So können Prozesse auf dem Gesagten aufgebaut werden, die etwa zentrale Kundenprozesse berühren. Eine solche Plattform aufzusetzen oder etwas Ähnliches mit eigenen Tools zusammenzustellen, wäre fast unmöglich. Die Tatsache, dass man Daten nun digital vorliegen hat und das an einer Stelle, an der sie auch abrufbar sind, ermöglicht es, Prozesse umzustellen und trotz Home-Office und Entfernung der Beschäftigten untereinander Prozesse weiterlaufen zu lassen, ganz ohne Medienbrüche – eben weil eine leistungsstarke Plattform als Grundlage vorhanden ist. Das ist schon ein wahnsinnig gutes Offering von Microsoft.
 
ML: Du hast die verbessere Konnektivität durch dezentrale Cloudarbeit im Home-Office angesprochen. Denkst du, durch Covid-19 wird hier ein nachhaltiger Wandel stattfinden oder ist es nur ein Hypethema aufgrund der Pandemie?
Stefan: Das wird sich mit Sicherheit auch wieder abflachen. Aber das bedeutet eben auch, dass die ganzen Challenges natürlich bleiben. Selbst wenn ich mich entschließe, es jedem Mitarbeiter freizustellen, von wo er arbeitet oder eine hybride Mischung anstrebe – drei Präsenztage bei zwei Tagen Home-Office zum Beispiel –, bedeutet das den gleichen technischen Aufwand. Es verändert nichts für die IT alles entsprechend bereitzustellen und Prozesse auch digital abbilden zu können. Deswegen bin ich mir sicher, dass Home-Office in skalierter Form als Teil unserer Arbeitswelt bleiben wird, weil wir nun wissen, dass es geht und die Voraussetzungen dafür vorhanden sind.
 
ML: Wie denkst du sind Unternehmen darauf vorbereitet? Das große Bild, dass sich immer wieder auch nach einem Jahr Pandemie abzeichnet, ist eher, dass da eine Entwicklung verschlafen wurde, oder?
Stefan: Ich denke, es wurde vor allem nicht immer der Mehrwert gesehen, den das Home-Office bieten kann. Die Digitalisierung von Prozessen muss ja einen Mehrwert haben – das kann die Qualität eines Prozesses für meine Kunden sein, dass es zum Beispiel einfacher ist, mit mir zu interagieren. Durch Covid-19 als Treiber wurde das Ganze zu einer zwingenden Sache, auf die man eingehen musste. Insofern würde ich das nicht negativ beschreiben: Wir haben das nicht verschlafen. Bei denen, die das bisher ein wenig stiefmütterlich behandelt haben, ist einfach nur jetzt erst der Mehrwert deutlich und bewusst geworden, den das Ganze bieten kann.
 
ML: Wie sind wir deiner Einschätzung nach als Medialine AG, die diese Services mit Kunden bespricht und ihnen Lösungen dafür bietet, auf dem Markt positioniert?
Stefan: Allein, weil wir schon immer sehr dezentral und verteilt arbeiten, aber gleichzeitig zentral organisiert sind, sehe ich, dass wir das intern als Medialine auch schon vor Covid-19 sehr gut gelebt haben. Auch wenn ich die Herausforderungen bei Medialine letztes Jahr nicht aktiv miterlebt habe, bin ich sicher, dass die Umstellung keine besonders große Herausforderung war.
Und das können wir einbringen in die Beratung unserer Kunden, ob als Services, die wir anbieten oder dem Know-how, wie eine solche Struktur sinnvoll gestaltet und betrieben wird.
 
ML: Als Jemand, der damit bei Medialine betraut ist: Wo will die Firma mit ihrem Angebot noch hin? Wo siehst du die Medialine AG insgesamt als Partner für Unternehmen?
Stefan: Es ist auf jeden Fall wichtig, dass wir unseren Kunden neue Lösungen anbieten, die zu dem passen, was wir bisher getan haben. Zu nennen sind hier unsere Angebote wie Monitoring as a Service oder Administration as a Service. Wir helfen unseren Kunden dabei, herauszufinden, was sie wirklich brauchen – was ist strategisch sinnvoll? – und dann unterstützen wir sie beim Vorgehen. Von der technischen Migration bis hin zu Administration, Monitoring und Backup. Das Lösen von Konnektivitätsproblemen, sprich die digitale Anbindung sicherzustellen, gehört ebenfalls dazu, was wir beispielsweise über Produkte wie Dataport leisten können. Wir halten umfangreiche Security-Compliance-Lösungen bereit, die Kunden helfen, mit den Herausforderungen der digitalen Welt umzugehen. Der Security-Aspekt muss natürlich immer auch im Gesamtkontext und nicht nur in den einzelnen Lösungsbereichen betrachtet werden. Der Bereich Microsoft 365 ist zudem besonders zu nennen: Hier wollen wir unser Beratungsangebot immer weiter ausbauen. Wie sieht eine sinnvolle Cloudstrategie aus? Wie können Services wie Microsoft 365 oder Azure generell sinnvoll genutzt werden? Wir möchten unseren Kunden auch in Zukunft mit unseren Managed Services dabei helfen, diese Produkte noch besser einzubinden, da sie die ideale Unterstützung bei vielen Digitalisierungsstrategien sind. Man könnte es so zusammenfassen: Eine gute Verzahnung von unserem aktuellen und erweiterten Angebot und unseren Medialine-eigenen Stärken mit dem, was an Herausforderungen für Kunden durch die Nutzung von Services wie Microsoft 365 hinzukommt – das ist unser Weg. Wir möchten für unsere Kunden weiterhin der starke Partner an ihrer Seite sein, wenn es um Digitalisierung geht.
 
ML: Vielen Dank für das interessante Gespräch, Stefan!


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